Dienstag, 16. April 2013

Voll abgezockt


  • Genre: Komödie
  • Regie: Seth Gordon
  • Laufzeit: 111 min.
  • FSK: ab 12 Jahre
  • Verleih: Universal



Nach "Kill the Boss" nun das neueste Werk von Seth Gordon. abermals mit Jason Bateman als treuesorgendes Arbeitstier, dass kurz davor steht den kürzeren zu ziehen.



Buchhalter Sandy Patterson fällt aus allen Wolken, als urplötzlich seine Konten gesperrt werden und er kurz darauf verhaftet wird. Auf der Wache stellt sich alsbald heraus, dass der Haftbefehl tatsächlich einer Frau in Florida gilt, die sich seine Identität angeeignet hat. Natürlich hat die Betrügerin zunächst nicht die geringsten Absichten, mit dem gutmütigen Weichei Sandy zu kooperieren. Doch der erweist sich als das geringste Übel, als zwei wütende Auftragskiller und ein ungehaltener Kautionsagent aufkreuzen.




Die Idee mit dem Kreditkartenbetrug bzw. Identitätsbetrug ist nicht ganz neu und wurde in weitaus besseren Actionthrillern spannend umgesetzt. Siehe "Staatsfeind Nr. 1" mit Will Smith. War "Kill the boss" noch eine originelle Krimisatire über üble Personalchefs, so ist Voll Abgezockt eher eine laue komödie mit Versatzstücken, die man in solchen Komödien bereits weitaus besser gesehen hat. Man denke an "Nix zu verlieren" oder "Ein Ticket für zwei". Jason Bateman und Melissa McCarthy, die im Prinzip ein weiblicher john Candy ist, passen bestens zusammen und dank ihres komischen Talents, kann man Voll abgezockt durchaus ansehen, ohne dabei sich gleich voll abgezockt zu fühlen. In den USA kam der milde spass recht gut an. Hier sei gesagt - kann man, muss man aber nicht.



Cast:

  • Jason Bateman: Sandy Patterson
  • Melissa McCarthy: Diana
  • Jon Favreau: Harold Cornish
  • Amanda Peet: Trish Patterson
  • T.I.: Julian
  • Génesis Rodríguez: Marisol
  • Morris Chestnut: Detective Reilly
  • John Cho: Daniel Casey
  • Robert Patrick: Skiptracer
  • Eric Stonestreet: Big Chuck
  • Jonathan Banks: Paolo
  • Clark Duke: Everett
  • Steve Little: Party Guy's Buddy

Trailer:

Montag, 8. April 2013

Der unglaubliche Burt Wonderstone

  • Genre: Komödie
  • Regie: Don Scardino
  • Laufzeit: 101 min.
  • FSK: ab 12 Jahre
  • Verleih: Warner



Steve Carell und Steve Buscemi geben zwei exzellente Zauberer, die den Sinn der Magie verlieren und beinahe abstürzen. Sagt der Filmtrailer leider nicht soviel aus, so ist dies einer lustigsten Komödien seit langem.




Burt Wonderstone und sein Partner Anton Marvelton sind etablierte Vegas-Zauberkünstler, deren Nummer nicht gerade taufrisch ist. Als der moderne Stunt-Magier Steve Gray auf der Bildfläche erscheint, wirkt sich das existenzbedrohend für sie aus. Da Burt sich weigert, ihre magischen Methoden zu modernisieren, werden sie gefeuert. Erst als Burt sein Kindheitsidol, den Magier Rance Holloway, in einem Altersheim trifft, erfährt er eine neue Wertschätzung für seine Profession. Schließlich kann er seinem fiesen Rivalen Gray zeigen, was eine magische Retourkutsche ist.




Wer freute sich früher als kind nicht auf einen Zauberer und freute sich über so manchen simplen Trick. Zumindest brauchte es keine große Show drumherum. Heutzutage ist das leider anders. Je brachialer desto besser. Jede Menge Effekthascherei, aber nichts dahinter. und sowas scheint den Leuten, besonders den jüngeren zu gefallen. Burt Wonderstone nimmt die Showzauberer kräftig aufs Korn und zeigt gleichzeitig, dass es manchmal die kleinen Dinge sind, an die wir uns erfreuen und weitaus mehr Wirkung haben, als eine große Show. Steve Carell gehört inzwischen zur elite der Komiker und ist auch hier in Topform. Die Gleichgültigkeit, die Burt austrahlt im Glanze seines Ruhmes und andersherum das Neuentdecken seines Berufes, spielt Carwell famos. Steve Buscemi ist so komisch wie schon lange nicht mehr und beweist schräge Komik á la Coenbrüder. Lange vergeudete er sein komisches Talent in Adam Sandlerfilmen. die charmante Olivia Wilde ist natürlich für so eine Rolle nahezu unterfordert. Trotzdem schien es ihr viel Spass gemacht zu haben und sie verzaubert das Publikum. Jim Carrey ist wieder in seinem Element, wie wir es in seinen früheren Filme so geliebt haben. Böse, schräg und schrill. Abrunden tut der Spass die Altstars Alan Arkin und James Gandolfini. In einer Nebenrolle ist Bully Herbig zu sehen. Die Story ist nicht neu. Weiß aber zu unterhalten und zaubert zahlreiche Gags aus dem Hut. Eine zauberhafte Komödie.



Cast:

Steve Carell... Burt Wonderstone
Steve Buscemi... Anton Marvelton
Olivia Wilde... Jane
Jim Carrey... Steve Gray
James Gandolfini... Doug Munny
Alan Arkin... Rance Holloway
Jay Mohr... Rick the Implausible
Michael Herbig... Lucius Belvedere (as Michael Bully Herbig)



Trailer:
DER UNGLAUBLICHE BURT WONDERSTONE

Kon-Tiki

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  •  Genre: Drama
  • Regie: Espen SandbergJoachim Rønning
  • Laufzeit: 114 min.
  • FSK: ab 12 Jahre
  • Verleih: DCM



Kraftvoller Abenteuerstreifen aus Schweden, der ein Stück schwedische Geschichte erzählt.




Allen Warnungen zum Trotz unternimmt der norwegische Forscher und erfahrene Abenteurer Thor Heyerdahl mit einer fünfköpfigen Crew 1947 auf einem nach uralter südamerikanischer Tradition gebauten Holzfloß eine fast 8000 Kilometer lange Seereise von Peru ins Tuamotu-Archipel, um zu beweisen, dass Polynesien ursprünglich von Südamerika aus besiedelt wurde. Die entbehrungsreiche und gefährliche Seereise entwickelt sich zur Zerreißprobe und schließlich zum Triumph des menschlichen Willens über alle Widerstände und Gefahren.




Kon-Tiki ist ein schön altmodisch erzählter abenteuerstreifen über ein Experiment von 1947, über dass man heute noch in einem Museum in Oslo lesen und staunen kann. Staunen tut man auch über diesen Streifen, der vor Hollywoodstreifen sich nicht verstecken braucht. Zwar spielen hier keine großen Namen mit, aber das Bedarf es auch nicht, da es vorallem um die 8000 Kilometer lange Reise geht, mit ihren zahlreichen Gefahren und Naturereignissen. Espen Sandberg liefert grandiose Bilder aus der Welt der Meerestiere und man ist als Zuschauer immer wieder überwältigt, womit es der Mensch in der Natur zutun bekommen kann. Klar tauchen auch übliche Genreformeln auf, die unüberbrückbar sind, aber sich schlicht und ergreifend so abgespielt haben. Was dem Film etwas fehlt, ist Tiefe. Die psychologische Seite kommt in Kon-Tiki zu kurz. Die Unruhe, die Wut, die Angst und auch die Freude. All das was die 5 Männer ausmachte, was sie vielleicht fast trennte und auch zusammenschweißte, läßt sich teilweise nur erahnen. Da gibt es in der Richtung bessere Filme. Man denke nur an "Der Flug des Phönix" mit James Stewart und Hardy Krüger. Der Film spielte fast nur an einem Ort und sorgte für ein spannendes Psychoduell. Trotzdem zeigt Kon-Tiki es geht auch ohne große Effekthascherei und dass historische Filme nicht langweilig sein müssen, nur weil man etwas dabei lernt.




Cast:

  • Pål Sverre Valheim Hagen: Thor Heyerdahl
  • Anders Baasmo Christiansen: Herman Watzinger
  • Gustaf Skarsgård: Bengt Danielsson
  • Odd-Magnus Williamson: Erik Hesselberg
  • Tobias Santelmann: Knut Haugland
  • Jakob Oftebro: Torstein Raaby
  • Agnes Kittelsen: Liv Heyerdahl
  • Manuel Cauchi: Jose Bustamente
  • Richard Trinder: Leutnant Lewis
  • Katinka Egres: schöne Senorita
  • Stefan Cronwall: Schwedischer Abenteurer
  • Eleanor Burke: Reiseagent
  • Sam Chapman: Matrose
  • Ian Knauer: Johnson
  • Jörgen Berthage: Kellner
  • Thomas Arnold: Harry


Trailer:
Kon-Tiki

Das hält kein Jahr...!

  • Genre: Komödie
  • Regie: Dan Maze
  • Laufzeit: 97 min.
  • FSK: ab 12 Jahre
  • Verleih: Studiocanal



Endlich mal wieder eine lustige Beziehungskomödie aus dem Hause Working Title, die schon Erfolge wie "Vier hochzeiten und 1 Todesfall" oder "Notting Hill" herausbrachten.




Obwohl Freunde bereits beim Hochzeitsbankett unken, ihre Ehe würde kein Jahr halten, heiraten die frisch verliebte PR-Agentin Nat und Schriftsteller Josh mit großer Zuversicht, zwölf Monate schadlos zu überstehen. Noch vor Ablauf dieser Frist haben die Geschäftsfrau und der Sofasurfer bewiesen, wie wenig sie verbindet. Sie passen einfach nicht zueinander, und als Joshs liebenswerte Ex Chloe wieder auftaucht, während Gentleman Guy Nat im Büro schöne Augen macht, ist Nibelungentreue gefragt - oder Mut zur Scheidung.




Die originellsten Beziehungskomödie stammten eigentlich immer aus England und brachten Hugh Grant und Colin Firth groß raus. Die zwei Herren sind nun über ihren Zenith hinaus und anderen kommen nach. In der neuesten Komödie aus dem Hause Working Title stammt die Komödie "Das hält kein Jahr", die u.a. exzellent mit Simon "The Mentalist" Baker, Minnie Driver, der sonst auf Bösewichtabonierte Jason Flyming und die schräge Anna Faris besetzt sind. Aber auch die zwei Hauptdarsteller Rafe Spell und Rose Byrne geben ein hervorragends Paar ab. Die komödie spielt gekonnt mit den klischees einer romantikkomödie und dreht den Spieß um. Da wo Filme enden, geht dieser erst los und hält einige Überraschungen bereits, die für zahlreiche Lacher sorgen. Endlich wieder eine Beziehungskomödie, die das Zwerchfell angreift und dazu originell ist. Das gibt es heztzutage immer seltener.




Cast:

  • Rafe Spall
    Josh
  • Rose Byrne
    Nat
  • Anna Faris
    Chloe
  • Simon Baker
    Guy
  • Stephen Merchant
    Danny
  • Minnie Driver
    Naomi
  • Olivia Colman
    Linda


Trailer:
 DAS HÄLT KEIN JAHR...! | Trailer & Filmclips german deutsch


Sonntag, 7. April 2013

G.I. Joe 3D: Die Abrechnung

  • Genre: Action
  • Regie: Jon M. Chu
  • Laufzeit: 110 min.
  • FSK: ab 16 Jahre
  • Verleih: Paramount



G.I. Joe geht in die zweite Runde. Viel Action, die aber zusehends eine Nummernrevue verkommt.




Cobra mag angezählt sein, besiegt ist die Organisation noch lange nicht. Bei einem Großangriff gelingt es, in einem Streich fast sämtliche Mitglieder der Sondereinheit G.I. Joe auszulöschen und die Überlebenden zu diskreditieren. Der U.S.-Präsident wird mit einem Doppelgänger ersetzt, und der Cobra Commander wird trotz bester Bewachung befreit. Die verbliebenen Joes um Roadblock suchen Zuflucht bei dem originalen Joe, der sich bereit erklärt, seinen Waffengefährten beizustehen, um Cobras Weltherrschaft zu vereiteln.




Dass seit einigen Jahren Spielzeuge zu Filmem verarbeitet werden, kann durchaus unterhaltsam sein. Siehe Transformers. Doch nach Battleship und dem ersten G.I. Joe Film zeigt es sich, dass Plastikfiguren von Hasbro nun mal nicht gleich einen guten Film machen. G.I. Joe wird seit den 80ern heiß verehrt in den USA. 2009 erschien dann nach dem großen Erfolg der ersten Transformer Filme der erste G.I. Joe film, dieser konnte zwar mit netter Action in Paris punkten, aber es fehlte ihm an charismatischen Figuren. Diesen Fehler versuchte man im zweiten Teil auszumerzen, indem man The Rock und Bruce Willis verpflichtete. Allerdings half dass leider nur bedingt. Die Action wirkt wie eine zusammengestückelte Nummernrevue und sorgt nach einer Weile für ein Gähnen. Bruce Willis und The Rock retten einen über den Film hinweg und sorgen zumindest für so manchen Schmunzler. Auch Jonathan Pryce scheint als Bösewicht viel Spass gehabt zu haben. Mehr aber auch nicht. Also bitte keine Plastikfiguren mehr verfilmen. Wohlmöglich ist als nächste Barbie dran.




Cast:
  • Dwayne Johnson as Roadblock (Marvin F. Hinton)
  • Jonathan Pryce as the President of the United States
  • Byung-hun Lee as Storm Shadow (Thomas Arashikage)
  • Ray Park as Snake Eyes
  • Elodie Yung as Jinx
  • Ray Stevenson as Firefly
  • D.J. Cotrona as Flint (Dashiell R. Faireborn)
  • Adrianne Palicki as Lady Jaye (Jaye Burnett)
  • Channing Tatum as Duke (Conrad S. Hauser)
  • Luke Bracey as Cobra Commander (Rexford "Rex" Lewis)
    • Robert Baker as the voice of Cobra Commander
  • Walton Goggins as Warden Nigel James
  • Arnold Vosloo as Zartan
  • Joseph Mazzello as Mouse
  • RZA as Blind Master
  • Matt Gerald as Zandar
  • Joe Chrest as the Chief of Staff
  • Bruce Willis as General Joseph Colton


Trailer:
 G.I. Joe - Die Abrechnung