Mittwoch, 15. Mai 2013

Side Effects

  • Genre: Drama Thriller
  • Regie: Steven Soderbergh
  • Laufzeit: 106 min.
  • FSK: ab 12 Jahre
  • Verleih: Senator



Vielleicht der letzte Kinofilm von Steven Soderbergh ? Und wenn dann wandelt er nochmals gekonnt auf Hichtcock's Spuren.




Die New Yorkerin Emily Taylor sieht ihren Mann nach vier Jahren Trennung, in denen er wegen Insiderhandels im Gefängnis war, wieder. Statt sich zu freuen, fällt sie in ein tiefes Loch und begeht einen Selbstmordversuch. Ihr Psychiater, der teilnahmsvolle Dr. Jonathan Banks, verschreibt ihr auf Anraten von Emilys vorheriger Ärztin ein neues Medikament, das frei von den üblichen Nebenwirkungen sein soll. Wenig später begeht Emily eine entsetzliche Tat, und Dr. Banks gerät in ein undurchsichtiges Netz von Manipulation und Lügen.




Im Frühjahr 2013 kündigte Steven Soderbergh an, dass er sich aus dem Kinogeschäft allmählich verabschieden will, da ihm die ganze Machart der Filmindustrie längst nicht mehr zusagt, doch zum Schluß liefert er nocheinmal einen spannenden Thriller ab, der gekonnt auf den Spuren hitchcocks wandelt und dabei die Pharmaindustrie mit seinen zahlreichen Beruhigungsmitteln kritisiert. Im Grunde, ohne zuviel zu verraten, ist side Effects eine neue Version des Hitchcock Klassiker "Der Fremde im Zug". Jude Law spielt souverän den vielleicht auch etwas naiven Psychiater, der lediglich seinen Arbeit richtig machen möchte und hofft, die Welt ein wenig verbessern zu können. Anderseits muss er sich umstellen, um seine eigene Haut zu retten und zeigt dabei ein ganz neues Gesicht. Genauso auch Rooney Mara, vor der man regelrecht Angst bekommen kann. Catherine Zeta-Jones spielt seit langem  wieder einmal richtig gut, was sicher auch an Soderbergh liegt, der sie schon perfekt in "Traffic" in Szene setzte. Channing Tatum ist nicht schlecht, aber hier eher Beiwerk. Das augenmerk richtet sich auf Law und die zwei Frauen. Und wir bekommen schweißige Hände dabei. Ein spannender Thriller und hoffentlich noch nicht die abschiedsvorstellung von Steven Soderbergh.




Cast:

  • Jude Law as Dr. Jonathan Banks
  • Rooney Mara as Emily Taylor
  • Catherine Zeta-Jones as Dr. Victoria Siebert
  • Channing Tatum as Martin Taylor
  • Vinessa Shaw as Deirdre Banks
  • Ann Dowd as Martin's mother
  • Polly Draper as Emily's boss
  • David Costabile as Carl Millbank
  • Mamie Gummer as Kayla Millbank


Trailer:
Side Effects

Mittwoch, 8. Mai 2013

Iron Man 3


  • Genre: Action Science Fiction
  • Regie: Shane Black
  • Laufzeit: 131 min.
  • FSK: ab 12 Jahre
  • Verleih: Concorde



Dritte erfolgreiche Runde für robert downey jr. als Iron Man. diesmal unter der Regie von Shane Black.




Gerade als Tony Stark erstmals von Verunsicherung und Panikattacken heimgesucht wird, vernichtet der gefürchtete Terrorist Mandarin die Basis seines Lebens und fast auch die Frau, die er liebt. In ein Provinzkaff entkommen und seiner Technologie beraubt, versucht Stark, mit Hilfe seines brillanten Verstands und eines mutigen Jungen, der Spur des Mandarin zu folgen. Sie führt zu einem Mann, der den menschlichen Körper perfektioniert hat und mit Supersoldaten Rache an der Welt und Stark nehmen will.




Alle guten Dinge sind drei. Vorallem wenn der dritte Teil sogar der beste sein könnte. Robert Downey jr. war einst ganz unten in Hollywood. Nun ist er der Blockbusterkönig schlechthin. Seine letzten 6-7 Filme spielten dreistellige Summen ein. Und vorallem bewies er, dass er bravourös schauspielern kann und selbst Blockbustern wie Iron Man oder Sherlok Holmes ein Gesicht geben kann. Und das tut er nun inzwischen zum vierten Mal. Er haucht dem Iron Man Leben ein. Was aber auch der brillianten Regie von shane Black zu verdanken ist, der bereits mit Robert downey jr. 2005 "Kiss Kiss Bang Bang" drehte und den Star damit aus der Versenkung holte. Shane Black schrieb früher Drehbücher für Actionhits wie Lethal Weapon oder Last Boy Scout. Somit bewies er schon früher gutes Timing für Action und Humor. Ohne dabei die menschliche Seite zu verlieren, was oft bei solchen Filmen der Fall ist. Iron Man 3 ist nicht nur ein spektakel sondern bezieht sich auch auf aktuelle Themen und Ängste, die Amerika und die Welt beschäftigen. Ben Kingsley gibt einen fantastischen Bösewicht ab, dem alle schauspielerischen Facetten abverlangt. Ebenso Guy Pearce, wobei dieser mehr auf solche Rollen abonniert ist. Gwyneth Paltrow spielt abermals gekonnt Pepper Potts und ist damit auch nicht mehr wegzudenken. In Nebenrollen begeistern weiterhin Don Cheadle als James Rhodes und Jon Fravreau als Sicherheitschef Hogan. Fravreau gilt der Dank bis in die Ewigkeit. Denn er hat die Iron Man Reihe angefangen und damit das große Avengerrad ins Laufen gebracht. Ob es einen weiteren Iron Man Film gibt, bleibt abzuwarten. Und wenn das ist dies ein großartiges Finale. Robert Downey jr. ist unser Iron Man forever. Eins ist sicher - "Die Avengers" kommen wieder. Grandioser Auftakt eines regelrechten Blockbustermonat.




Cast:

  • Robert Downey Jr.: Tony Stark/Iron Man
  • Guy Pearce: Aldrich Killian/der wahre Mandarin
  • Rebecca Hall: Maya Hansen
  • Gwyneth Paltrow: Pepper Potts
  • Jon Favreau: Happy Hogan
  • Paul Bettany: Jarvis (Sprechrolle)
  • Ben Kingsley: Der angebliche Mandarin/Trevor
  • Don Cheadle: James Rhodes/War Machine/Iron Patriot
  • William Sadler: US-Präsident Ellis
  • James Badge Dale: Eric Savin


Trailer:
Iron Man 3

Montag, 6. Mai 2013

Mama


Guillermo Del Toro erzählt abermals ein Märchen für Erwachsene. diesmal allerdings nur als Produzent, was der netten kleinen Schauermär keinen Abbruch tut.




Fünf Jahre waren die jungen Nichten von Lucas verschwunden. Als sie in einer Waldhütte entdeckt werden, sind sie völlig verwildert, verängstigt und aggressiv. Lucas nimmt sich mit seiner Verlobten den zwei Mädchen an. Noch ahnt er nicht, dass deren Aussage, von einer Erscheinung, die sie "Mama" nennen, beschützt worden zu sein, kein Produkt einer traumatisierten Psyche ist. "Mama" existiert, bleibt auch im neuen Heim der Mädchen präsent und reagiert auf jede Störung der Mutter-Kind-Beziehung mit tödlicher Konsequenz.




Während die typischen amerikanischen Horrorfilme sich auf Splatter und Exorzismus meistens beziehen, wissen die Spanier oftmals mehr, wie man dem Zuschauer einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen kann, ohne dass er sich dabei langweilt oder ekelt. So ist es auch bei Mama. Die zwei Jungdarstellerinnen Megan Charpentier und Isabelle Nelisse verkörpern eindrucksvoll und unheimlich zugleich die zwei im Wald aufgewachsenen Geschwister Victoria und Lilly. Man hofft zum einen, dass sie sich einleben, aber zum anderen fürchtet man sich vor ihnen, wenn sie sich wie Tiere durch das Haus bewegen. Knarrende Treppen, zufallende Türen und unheilvolle Stimmen. Alles beste Zutaten für einen Horrorfilm, der zwar am Ende etwas zu märchenhaft inszeniert ist, aber sich weit von dem üblichen Allerlei abhebt.




Cast:

  • Jessica Chastain: Annabel
  • Nikolaj Coster-Waldau: Lucas / Jeffrey
  • Megan Charpentier: Victoria
  • Isabelle Nélisse: Lilly
  • Daniel Kash: Dr. Dreyfuss
  • Javier Botet: Mama




Trailer:
 Mama

Dienstag, 16. April 2013

Oblivion

  • Genre: Science Fiction Action
  • Regie: Joseph Kosinski
  • Laufzeit: 125 min.
  • FSK: ab 12 Jahre
  • Verleih: Universal



 Von Tron zu Oblivion. endlich ein richtig guter Science fictionfilm, der ohne 3D-Effekthascherei auskommt.




Über den Wolken liegt die Basis von Jack und Victoria, die mit Hilfe mechanischer Drohnen den Abbau wichtiger Rohstoffe für den Aufbau einer neuen Zivilisation auf einem anderen Planeten überwachen. Nach einem Krieg mit außerirdischen Invasoren ist die Erde im Jahr 2077 verwüstet und bis auf wenige versprengte Aliens völlig entvölkert. Als eines Tages ein Raumschiff vor ihren Augen abstürzt, zerstört dessen Fracht Jacks Weltbild, beginnt er seine Mission zu hinterfragen, an der seine Partnerin unerschütterlich festhält.




Schuf Joseph Kosinski schon mit Tron:Legacy ein optisch brillanten Film, so ist mit Oblivion auch inhaltlich eine Meisterleistung gelungen. Ganz anders als der Trailer vermuten läßt, verläuft Oblivion in eine ganz andere Richtung. Denn das fehlte Tron:Legacy - eine innovative Story. Dafür nahm sich Kosinski seine eigene Comicvorlage. Herausgekommen ist eine philosophisch angehauchter Science fictionfilm, der traumhafte Bilder bietet mit ausgewogener Action und recht guten Darstellern. Sicherlich kein Oscarwerk, aber darum gehtes in Oblivion auch nicht. Noch vor kurzen war Tom Cruise Jack Reacher und nun ist er Jack Harper, ein Machinist und Hausmeister für die übriggebliebene Erde. Grandios sind die aufnahmen von ehemaligen Monementen von New York und anderen großen Städten, die nur noch teilweise aus der Erde schauen. Die unbekannte Andrea Riseborough kann sich neben Tom Cruise bewähren und gibt den gekonnten Gegenpart. Olga Kurylenko erweitert ihr Reperoire als ehemaliges Bondgirl und Morgan Freeman ist so locker wie eh und je. Richtige Science Fictionfans, die Filme wie Moon, 2001, Eagle Eye oder Solaris kennen, dürften bald daraufkommen, wohin das ganze führt. Für alle anderen warten 2 Stunde gute Unterhaltung, die es in letzter Zeit nur bedingt gab und keine 3-D Effekthascherei benötigt.




Cast:

  • Tom Cruise: Jack Harper
  • Morgan Freeman: Malcolm Beech
  • Olga Kurylenko: Julia
  • Andrea Riseborough: Victoria
  • Nikolaj Coster-Waldau: Sykes
  • Melissa Leo: Sally
  • Zoe Bell: Kara


Trailer:
Oblivion

Broken City


  • Genre: Drama Thriller
  • Regie: Allen Hughes
  • Laufzeit: 109 min.
  • FSK: ab 12 Jahre
  • Verleih: Universum Film (Central)



Normal drehen die Hughesbrothers zusammen. Dabei kommen stimmungsvolle Filme heraus wie "From Hell" Diesmal probierte Allen Hughes alleine und es fehlt eindeutig der Bruder.




Sieben Jahre sind vergangen, seitdem Detective Taggart einen Mann erschoss und seinen Dienst quittieren musste, weil sein Freispruch in einem Notwehrprozess nur mit Manipulation erreicht werden konnte. Nun meldet sich bei ihm der Mann, der damals belastende Beweise gegen Taggart unter den Tisch kehrte. Für New Yorks Bürgermeister soll der Ex-Cop den Liebhaber seiner Frau ermitteln. Viel zu spät erkennt Taggart, dass es bei diesem Auftrag um mehr geht und nicht nur eine Ehe, sondern auch Karrieren und sein eigenes Leben auf dem Spiel stehen.




Mit seinem Bruder albert Hughes drehte Allen Hughes Meilensteine des Black Cinema "Menace 2 Society" und "Dead Presidents". Nun geht es um einen korrupten Bürgermeister, dem das Wohl seines Geldbeutels höher liegt, als dass seiner Bürger. Eine Art Chinatown wollte Allen schaffen und heraus kam ein eher kruder Politthriller, der leider die Klasse seiner Vorbilder nicht erreicht. Man denke nur an den genialen Film "City Hall" mit Al Pacino und John Cusack. Damals stellte sich heraus, dass der Bürgermeister mit der Mafia zutun hat. Mark Wahlberg gibt gewohnt einen lässigen Privatdetektiv, dessen Liebesgeschichte mit einer Latina im Sande verläuft und plötzlich verschwindet. Auch die hübsche Catherine Zeta-Jones taucht nur ein paar Mal auf, sodass man ihre Leistung im Grunde gar nicht bewerten kann. Russell Crowe gibt gekonnt den Bösewicht auf eine ganz schmierige Art und Weise. Jeffrey Wright rettet ein wenig den Film mit seiner undurchsichtigen Performance, wo der Zuschauer lange nicht weiß, zu wem Jefftrey Wright alias Carl Fairbanks hält. Es hätte ein guter Politthriller werden können, aber die Ambitionen waren zu groß und fehlte der Bruder, der so manche Ungereimtheit aus dem Weg gerräumt hätte.




Cast:

  • Mark Wahlberg as Billy Taggart
  • Russell Crowe as Mayor Nicholas Hostetler
  • Catherine Zeta-Jones as Cathleen Hostetler
  • Jeffrey Wright as Carl Fairbanks
  • Barry Pepper as Jack Valliant
  • Alona Tal as Katy Bradshaw


Trailer:
Broken City

Dead man down

  • Genre: Thriller
  • Regie: Niels Arden Oplev
  • Laufzeit: 117 min.
  • FSK: ab 16 Jahre
  • Verleih: Wild Bunch (Central)



Schweden goes to Hollywood. Colin Farrell und Noomi Rapace in einem überraschenden soliden Thriller von "Millenium" Regisseur Niels Arden Oplev.




Gangsterboss Alphonse wird von einem Phantom bedroht, das ihm kryptische Hinweise auf seine Identität, gelegentlich auch eine Leiche schickt. Victor ist neu in seiner Bande, aber ein Mann seines Vertrauens, hat er ihm doch gerade erst das Leben gerettet. Dass Victor selbst unter Druck steht, weil ihn Beatrice, die Frau aus der Wohnung gegenüber, erpresst, ahnt Alphonse nicht. An mehreren Fronten gefordert, versucht Victor sein Dilemma zu lösen und dabei auch seinen eigenen, mysteriösen Plan zu verwirklichen.




Die Kritiken von Dead Man Down waren meist eher durchschnittlich, was teilweise zu verstehen ist, aber teilweise auch nicht. Denn "Dead Man Down" ist nicht einfach nur ein Actionthriller, sondern mehreres in einem. Drama, Thriller und Actionfilm. Wobei letzteres leider etwas dafür sorgt, dass der Film am Ende zu konventionell gerät.Niels Arden Oplev, der für die Millenium Trilogie mitzuständig war, wollte einen düsteren Schwedenkrimi nach Hollywood verlegen und das gelingt ihm nicht ganz. Zwar beginnt der Film recht atmosphärisch, aber leider tauchen dann zunehmend Actionszenen, um das ganze aufzumotzen. Die Sorgen dafür, dass die guten Schauspieler ihr Können nicht vollkommen ausspielen können. Dafür taucht z.B. Terrence Howard in einer größeren Rolle wieder auf, nachdem er schon länger in keinem größeren Kinofilm mitgespielt hatte. Manche Erzählstränge verlaufen leider ins Leere. Wie z.B. der Unfallfahrer oder auch die Rolle Isabelle Hupperts. Ein spannender Thriller, der hinter seinen Möglichkeiten bleibt.




Cast:
  • Colin Farrell as Victor
  • Noomi Rapace as Beatrice
  • Dominic Cooper as Darcy
  • Terrence Howard as Alphonse Hoyt
  • Isabelle Huppert as Maman Louzon
  • Luis Da Silva as Terry
  • Wade Barrett as Kilroy
  • Franky G as Luco
  • Declan Mulvey as Goff
  • John Cenatiempo as Charles
  • Roy James Wilson as Blotto
  • Stephen Hill as Roland
  • Aaron Vexler as Paul
  • James Biberi as Ilir
  • F. Murray Abraham as Gregor


Trailer:
Dead man down