Donnerstag, 3. Februar 2011

72 Stunden - The next three days


(The Next Three Days)
Drama/Thriller - USA 2010
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 133 Min.

Regie: Paul Haggis





Nachdem eher mauen Remake "The Tourist" folgt nun ein weiteres Remake, dessen Original aus Frankreich stammt. Diesmal versucht sich Erfolgsregisseur und Autor Paul Haggis.




Aus heiterem Himmel gerät Laura Brennan unter Mordverdacht und wird von der Polizei verhaftet: Sie soll ihren Chef ermordet haben. Nur Lauras Mann John glaubt, dass seine Frau auf keinen Fall eine Mörderin ist. Als Laura unschuldig zu 20 Jahren verurteilt wird, bereitet John ihre Befreiung aus dem Gefängnis und gemeinsame Flucht ins Ausland vor - gemeinsam mit dem selbst einst aus dem Knast geflohenen Damon. Dabei darf nicht einmal Laura von der Aktion wissen, wenn sie wirklich gelingen soll.




Paul Haggis liefert nur bedingt gute Ware ab. Der Film läßt sich viel Zeit bevor er an Fahrt zunimmt. 
An Russell Crow braucht man kaum zweifeln, der ist einfach ein guter Schauspieler und liefert auch hier eine solide Leistung ab. Elizabeth Banks, die man zuvor eher in Komödien gesehen hat, überrascht den Zuschauer mit einer ernsten verzweifelten Rolle. Die anderen bekannten Schauspieler tauchen nur am Rande auf. wobei es nach langer Zeit mal ein wiedersehen mit Daniel Stern gibt, den die meisten als Einbrecher in "Kevin allein Zuhaus" kennen. Spannend ist der Film, aber wer das Original kennt, wird mit wenig neuen versorgt und dürfte eher langweilen. Das Hauptproblem liebt vorallem an der Darstellung. die Amerikaner müssen immer übertreiben und alles mit Sprüchen zu kleistern. Das Original war kürzer und flüssiger Inszeniert. Vorallem war die Atmosphäre wesentlich düster und verzweifelter. Im Remake gibt es einfach ein paar Unglaubwürdigkeiten zu viel. So dass der Zuschauer ab und zu unfreiwillig schmunzeln muss. Für einen netten Ferneshabend ist der Film Top, Aber im Kino fühlt es sich nach Fließbandarbeit an.




Cast:
John Brennan  Russell Crowe
Lara Brennan  Elizabeth Banks
George Brennan  Brian Dennehy
Lieutenant Nabulsi  Lennie James
Nicole  Olivia Wilde
Luke Brennan  Ty Simpkins
Grace Brennan  Helen Carey
Damon Pennington  Liam Neeson
Meyer Fisk  Daniel Stern
Alex  Kevin Corrigan
Detective Quinn  Jason Beghe
Detective Collero  Aisha Hinds
Mike  Ty Giordano
David  Jonathan Tucker
Sergeant Harris  Allan Steele
Mouss  RZA
Erit  Moran Atias
Mick Brennan  Michael Buie





Trailer:
72 Stunden

Montag, 24. Januar 2011

Woher weißt du, dass es Liebe ist ?


(How Do You Know)
Komödie - USA 2010
FSK: Ohne Altersbeschränkung - 120 Min.

Regie: James L. Brooks




Nach etlichen Jahren setzt sich Regiesseur James L. Brooks wieder in den Regiestuhl. Doch was dabei herauskam ist zwar nett, aber auch nicht mehr.



Profisportlerin Lisa Jorgensen ist 27 Jahre alt und wird deswegen aus ihrem Softballteam ausgeschlossen, was sie in Selbstzweifel stürzt. Dafür ergeben sich neue romantische Optionen: Bei einem Blind Date lernt sie den jungen, ein wenig neurotischen Geschäftsmann George kennen, der wegen unlauterer Praktiken vom FBI verfolgt wird und heftig um sie wirbt. Doch sie interessiert sich eigentlich mehr für den charmanten Baseballspieler Matty, auch wenn der ein selbstverliebter Playboy ist.




Simpsons Miterfinder James L. Brooks liefert nach Spanglish von 2004 nun endlich wieder mal einen neuen Film ab. Wie in all seinen Komödien hält sich Drama und Komödie die Waage. Doch hier will diese Mixtur nicht so richtig klappen. Immer wieder besitzt der Film längen und Drehbuchschwächen, die auch die zauberhaften Stars nicht wegbekommen. Gerade Reese Witherspoon ist als Frau mit selbstzweifel einfach charmant. Paul Rudd als naiver liebenswerter Kerl und Owen Wilson als selbstverliebter Playboy wissen ebenfalls zu überzeugen und bei Jack Nicholson als Vater, der auf galante Art versucht, seinem Sohn klarzumachen, dass er ihm das Leben versaut hat, ist superb. In der Rolle, welche Paul Rudd spielt, dürften sich die schüchternen unter uns leicht wiedererkennen, welche gerne als der gute Freund zum Reden missbraucht werden und immer als Kummerkastenonkel herhalten, während sie von der großen Liebe nur träumendürfen. Doch es sind mehr einzelne Momente, welche dafür sorgen, dass der Film nicht komplett abstürzt. Gute 30 Minuten kürzer könnte der Streifen sein, dann wäre die Inszenierung sicherlich straffer und flotter ausgefallen. In den USA sackte die Komödie leider sehr schnell in den Keller. James L. Brooks kann's besser - Siehe "Besser geht's nicht von 1998" der schon als moderner klassiker zählt.




Cast:
Lisa Jorgenson  Reese Witherspoon
Matty  Owen Wilson
George Madison  Paul Rudd
Charles Madison  Jack Nicholson
Annie  Kathryn Hahn
Ron  Mark Linn-Baker
Al  Lenny Venito
Coach Sally  Molly Price




Trailer:
Woher weisst Du, dass es Liebe ist

Clip "Lisa und Matty"

Black Swan


Drama - USA 2010
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren - 117 Min.

Regie: Darren Aronofsky

 



Nachdem großen Erfolg von "The Wrestler" bringt nun Darren Aronofsky sein nächstes Meisterwerk auf die Leinwand.




Primaballerina Nina will unbedingt die Doppelrolle als weißer und schwarzer Schwan in der neuen "Schwanensee"-Produktion. Die Konkurrenz mit der Mutter, die ihre Tänzerinnenkarriere wegen der Schwangerschaft mit Nina aufgeben musste, schürt noch Ninas eigenen Ehrgeiz. Doch Kolleginnen und Chef werfen Nina einen Mangel an Sex-Appeal vor. Nach einem Biss beim Kuss vom Chef bekommt sie die Traumrolle unverhofft doch. Ihre Freude ist nur kurz, glaubt sie ihre Position als Star der Truppe gefährdet - insbesondere durch das neu engagierte Talent Lilly, die viel lockerer als sie selbst ist und sie verführt.




Zurecht wird dieser Film von zahlreichen Kritikern hochgelobt. Natalie Portman hat mit dieser Rolle nun entgültig bewiesen, dass sie zu den großen Talenten Hollywoods gehört. Schon mit 12 Jahren überzeugte die junge Portman als Mathilda in dem großartigen Film "Leon der Profi". Hatte sie sich immer von der Rolle als Kinder bzw. Teeniestar distanziert und ersteinmal ihren Schulabschluss zu ende gebracht. Während andere nach und nach ins Nichts abrutschten, kam für Nathalie der Durchbruch mit den neuen Star Wars Filmen und die Möglichkeit in Filmen wie "Hautnah" mit zu spielen. Mit "Black Swan" steigt sie nun auf das siegertreppchen. Den Golden Globe hat sie nun bereits und der Oscar könnte folgen. Aber auch die anderen Schauspieler liefern erstklassige Arbeit ab. vincent Cassel als offener und auch aufdringlicher Balletlehrer, Mila Kunis als Balletpartnerin, Barbara Hershey als die Mutter mit den zerplatzten Träumen und Winona Ryder als ausrangierter Star, was bei ihr ja fast auch schon im richtigen Leben zu trifft. Zerrte der "Wrestler" von der Vergangenheit und hat im Prinzip keine Zukunft, so ist es bei Nina genau anders herum. Sie hat keine Vergangenheit. Sie will sich eine Zukunft von der man leben kann aufbauen und daran droht sie zu scheitern. Arranofsky spielt mit unseren Ängsten, die jeden betreffen können. Die Angst erwischt zu werden, Leistungsdruck, Konkurrenz und Versagensängste. Der Regisseur zeigt uns alltägliche Szenen als Horrorszenario und trotzdem sind es ganz normale Dinge. Definitiv ein Highlight des Kinojahrs 2011 und wir sind gerade mal im Januar. 



Cast:
Nina  Natalie Portman
Thomas Leroy  Vincent Cassel
Lilly  Mila Kunis
Erica  Barbara Hershey
Beth  Winona Ryder
Veronica  Ksenia Solo




Trailer:
Black Swan

Donnerstag, 20. Januar 2011

The Losers


Originaltitel: The Losers
USA 2010
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 16
Regie: Sylvain Whites




Hollywood neigt immer dazu, mehrere Filme einer Art etwa zur selben Zeit herauszubringen, sodass gute Produktionen am Ende das Nachsehen haben. Wie auch hier. 




Ein Eliteteam um einen erfahrenen Haudegen soll im bolivianischen Dschungel eine tödliche Mission erfüllen. Sie müssen aber erkennen, dass sie aus eigenen Kreisen ans Messer geliefert wurden. In letzter Sekunde entgehen sie dem tödlichen Anschlag, hinter dem der Industrielle Mr. Max steht, und planen nun, vermeintlich liquidiert, in aller Ruhe den Gegenschlag. Unterstützung erfahren sie von der geheimnisvollen Aisha, die ihre eigene Agenda verfolgt. Mr. Max arbeitet indes an einer Formel, die ihm die Weltherrschaft sichern soll.




Der inhalt erinnert an das A-Team und RED. Während diese zwei Filme zumindest an der Kasse ihr Geld einspielten und etwas Gewinn ausschütteten, ging "The losers" an der Kasse unter und fand in Deutschland nicht einmal den Weg in die Kinos. Zu Unrecht, denn "The Loser", ebenso eine Comicverfilmung, ist genauso gut wie RED und wesentlich besser als das "A-Team". Die Schauspieler kommen so ziemlich alle aus dem Comic- und Science Fiction Genre und treten alle miteinander charismatisch auf. Die Action ist wohl dosiert, die Dialoge witzig und ein bisschen Ernst ist auch dabei, damit es nicht in die albernheit abrutscht. Die einzige Frau, Star Trek -Schönheit Zoe Seldana ist Erotik auf zwei Beinen und beweist Sexappeal. Jason Patric als Bösewicht Max ist einfach köstlich und komplett durchgeknallt. "The losers" basiert auf eine Comicreihe aus dem Hause DC. Ganz Früher waren es Söldner im 2. Weltkrieg. Nach der Beendigung der Reihe, belebte man "The Losers" vor ein paar Jahren und diesmal arbeiteten sie für die US-Regierung. Der Film orientiert sich nach den jüngeren Werken, von den gerade mal 2 ins Deutsche übersetzt wurden. Eine Genre Perle, die hoffentlich in der videothek nicht verstaubt.




Darsteller:  Jeffrey Dean Morgan   als Clay
  Zoe Saldana   als Aisha
  Chris Evans   als Jensen
  Idris Elba   als Roque
  Columbus Short   als Pooch
  Óscar Jaenada   als Cougar
  Jason Patric   als Max
  Holt McCallany   als Wade
  Gunner Wright   als Pilot

Trailer:
The losers

Morning Glory


Komödie - USA 2010
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren - 108 Min.

Regie: Roger Michell




Nach 10 Jahren drehte "Notting Hill" Regisseur Roger Michell wieder eine Komödie. Diesmal in der Fernsehbranche. Sicher für die Masse nicht ganz so tauglich, wie damals mit Julia Roberts als Filmstar, aber ebenso lustig. Wenn nicht sogar besser.




Als die Fernsehproduzentin Becky Fuller die Chance erhält, die Leitung des New Yorker Morgenmagazins "Daybreak" zu übernehmen, scheint auf den ersten Blick ein Traum in Erfüllung zu gehen. Als erste Maßnahme zieht sie sich den namhaften Moderator Mike Pomeroy an Land. Doch der empfindet es als unter seiner Würde, über die primitiven Themen eines ordinären Morgenmagazins zu berichten und verhält sich alles andere als kooperativ. Streitereien und Zickenkrieg verwandeln Beckys Karriere schon bald in ein Albtraumszenario.




Notting Hill war eine typische romantische Komödie. Hier wird das Frühstücksfernsehen durch den Kakao gezogen und die Branche gleich mit dazu. Newcomerin Rachel McAdams gibt hervorragend den naiven Gutmenschen, der alles richtig machen möchte. Die Altstars Harrison Ford und Diane Keaton sind wie Katz und Maus. Entsprechend sind die Dialoge gestochen scharf. Überhaupt ist der Film ganz im Zeichen der alten Screwballkomödien der 40er Jahre. viel Dialogwitz ohne zu sehr unter die Gürtellinie zu geraten. Kein dummer Klamauk oder der gegenwärtige Brachialhumor aktueller Komödien. Auch die typische Hektik von US-Produktionen hält sich in Grenzen. Eine weitere Überraschung ist Jeff Goldblum, von dem man einige Zeit kaum noch was gehört hatte und nun endlich mal wieder auf der Leinwand zu sehen ist als Fernsehchef. Die anderen Nebenrollen sind ebenso bestens besetzt. Morning glory schlug in den USA leider nicht so ein, wie vielleicht gehofft, aber der Streifen sorgt für zahlreiche Lacher und zeigt Stars in Höchstform. Harrison Ford ist definitiv immer noch eine gute Wahl und beweist ein weiteres Mal komödiantisches Talent.




Cast:
Becky Fuller  Rachel McAdams
Mike Pomeroy  Harrison Ford
Colleen Peck  Diane Keaton
Adam Bennett  Patrick Wilson
Jerry Barnes  Jeff Goldblum
Lenny Bergman  John Pankow
Paul McVee  Ty Burrell
Channel 9 Technical Director  Mario Frieson
erstes Date  Noah Bean
Nachbar mit Hund  Jack Davidson
Anna  Vanessa Aspillaga
Sam  Jeff Hiller
Louanne  Linda Powell
Channel 9 Director  Joseph J. Vargas



Trailer:
Morning Glory