Donnerstag, 6. Juli 2017

Transformers: The Last Knight



Länge:  (2 Std. 29 Min.)
Von Michael Bay
Mit Mark Wahlberg, Laura Haddock, Anthony Hopkins mehr
Genres Action, Sci-Fi
Produktionsland USA







Fünfter Teil der Robotersaga die starke Action hat, aber keine gute Story.







Der mächtige Anführer der Autobots, Optimus Prime (Stimme im Original: Peter Cullen), hat die Erde verlassen. Fernab unserer Welt merkt er, dass seine Heimat Cybertron zerstört wurde. Um sie wiederaufzubauen, braucht Optimus Prime ein Artefakt, das zu Zeiten von König Artus (Liam Garrigan) auf unserem Planeten versteckt wurde. Und die brutale Wahrheit lautet: Nur eine der beiden Welten kann leben – entweder Cybertron oder die Erde. Um letztere zu retten, bildet sich eine ungewöhnliches Bündnis: Cade Yaeger (Mark Wahlberg), der Transformer Bumblebee, der englische Lord Edmund Burton (Anthony Hopkins), die Geschichtsprofessorin Vivien Wembley (Laura Haddock) und die junge Izabella (Isabella Moner) versuchen gemeinsam, den Untergang abzuwenden – in einem Kampf, in dem aus Freunden Feinde werden…







Vor mehr als 10 Jahren brachte Michael Bay die Transformers auf die Leinwand. Niemand hätte ahnen können, dass sich aus einer Verfilmung eines Spielzeugs eine erfolgreiche Filmreihe entwickelt. Nun ist man inzwischen beim fünften Film angelangt und dieser fällt leider gegenüber seinen Vorgängern ab. Sicherlich spielte die Story nie eine große Rolle. Doch hier ist sie eindeutig lächerlich und unfreiwillig komisch. Selbst die King Arthur Saga muss herhalten mit Roboterdrachen. Optisch haben sich die Roboter weiterentwickelt und wirken nicht mehr ganz so verspielt. Die Action ist grandios und kraftvoll in Szene gesetzt. Für das Kino genau richtig. Mit Imax Kameras teilweise gedreht, bebt der Saal. Mit dem vierten Teil führte Michael Bay Mark Wahlberg ein als Cade Yeager ein und sorgte somit für frischen Wind. Im fünften Teil werden Charaktere der anderen 4 Filme zusammengeführt. Somit gibt es ein Wiedersehen mit Josh Duhamel als Lt. Colonel William Lennox. Mit 150 Minuten ist dies der längste Tranformerstreifen. Gute 30 Minuten zu lang und nach der x-ten Explosion fängt das Gähnen an. Zumindest amüsiert Anthony Hopkins als Sir Edmund Burton mit seinem Butlertransformer. Dieser sieht man den Spaß an. Ansonsten sollte allmählich Schluß sein, auch wenn der Abspann etwas anderes sagt.







Cast:
  • Mark Wahlberg: Cade Yeager
  • Laura Haddock: Viviane Wembley
  • Anthony Hopkins: Sir Edmund Burton
  • Josh Duhamel: Lt. Colonel William Lennox
  • Stanley Tucci: Merlin
  • Isabela Moner: Izabella
  • Santiago Cabrera: Santos
  • Gil Birmingham: Chief Sherman
  • Liam Garrigan: King Arthur






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    Transformers: The Last Knight

    Dienstag, 4. Juli 2017

    In Zeiten des abnehmenden Lichts




    Länge (1 Std. 41 Min.)
    Von Matti Geschonneck
    Mit Bruno Ganz, Hildegard Schmahl, Sylvester Groth mehr
    Genres Drama, Komödie
    Produktionsland Deutschland









    Eugen Ruges großer Familienroman wurde nun verfilmt mit einem fabelhaften Bruno Ganz.







    Frühherbst 1989 in Ostberlin: Urgroßvater Wilhelm Powileit (Bruno Ganz), Ex-Widerstandskämpfer, Exil-Heimkehrer und Stalinist aus vollem Herzen, wird stolze 90 Jahre alt und deswegen richtet seine Frau Charlotte (Hildegard Schmahl), mit der ihn eine innige Hassliebe verbindet, ihm zu Ehren ein großes Familienfest aus, zu dem nicht nur Verwandte, Freunde und Nachbarn erscheinen, sondern auch Repräsentanten des Arbeiter- und Bauernstaats. Sie alle bringen Blumen vorbei und halten Reden auf den alten Wilhelm, als wäre die DDR-Welt noch heile. Aber ein fest eingeplanter Gast wird schmerzlich vermisst und zwar Enkel Sascha (Alexander Fehling). Kaum einer weiß, dass er sich wenige Tage vorher in den Westen abgesetzt hat. Als die Nachricht auf der Feier die Runde macht, ist das Entsetzen groß...









    2011 erschien Eugen Ruges großer Familienroman über einen Patriarch in der DDR, welcher seinen 90. Geburtstag und gleichzeitig feststellen, dass die Familie längst keine mehr ist. Alles spielt sich im Frühjahr 1989 statt und wie die Familie steht auch das System vor dem Aus. Man sah es zu dem Zeitpunkt noch nicht, aber spüren konnten es viele. Der viel gefeierte Potsdamer Regisseur Matti Geschonneck, selber DDR Bürger bis 1978, wagte sich an den Roman und konzentriert sich auf das Wesentliche. Statt die ganze Familiengeschichte zu erzählen (Mexiko etc.), findet der komplette Film fast nur auf dem Anwesen des Ehepaars Powileit zum 90. Geburtstag statt. Einzelne Details werden in Gesprächen erwähnt, aber nicht groß gezeigt, sodass der Regisseur den Fehler begeht ausschweifend zu werden. Die 100 Minuten Film reichen vollkommen aus um eine kaputte Familie bzw. einen kaputten Staat aufzuzeigen, der kurz vor seinem Ende steht. Jeder ahnt was, aber alles Entscheidende kommt noch. Die Grenzöffnung in Ungarn und später auch in Berlin. In tristen Bildern und Kulissen wird die DDR gezeigt, wie nun mal war. Alles ist offiziell. Kaum einer der Gäste ist nur als Freund da. Entweder ein Familienmitglied oder ein Parteigenosse, welcher gratulieren muss. Keine Ostalgie oder sonstige Verklärung. Der Ton ist etwas lustiger als im Buch. Ein wichtiger deutscher Film zu einem wichtigen Buch. Der beste DDR Film seit "Das Leben der anderen" 







    Cast:
    Bruno Ganz
    Rolle : Wilhelm Powileit

    Hildegard Schmahl
    Rolle : Charlotte Powileit

    Sylvester Groth
    Rolle : Kurt Powileit

    Evgenia Dodina
    Rolle : Irina Powileit








    Trailer:
    In Zeiten des abnehmenden Lichts

    Monsieur Pierre geht online




    Länge:(1 Std. 41 Min.)
    Von Stéphane Robelin
    Mit Pierre Richard, Yaniss Lespert, Fanny Valette mehr
    Genres Komödie, Romanze
    Produktionsländer Frankreich, Deutschland, Belgien







    Der große Blonde brilliert als alter Schwerenöter im Internet. Pierre Richard ist zurück.







    Der grantige Rentner Pierre (Pierre Richard) hat sich auf einen einsamen und routinierten Lebensabend eingerichtet. Doch seine Tochter Sylvie (Stéphane Bissot) bringt ihn mit einem Bekannten zusammen, dem erfolglosen Schriftsteller Alex (Yaniss Lespert). Alex soll Pierre in die mysteriöse Welt des Internets einführen und im Zuge dieser mühseligen Eingewöhnung stößt der rüstige Rentner eines Tages auf ein Datingportal. Pierre ist angetan und probiert unter falscher Identität seine keineswegs eingerosteten Verführungskünste aus. Schon bald verabredet sich Pierre mit der bezaubernden Flora (Fanny Valette), doch weil er sich online als sein Internethelfer Alex ausgeben hat, kann er natürlich nicht selbst zum Date erscheinen und schickt stattdessen den in Finanznöten steckenden jungen Mann selbst. Und siehe da: Alex verliebt sich in Flora, die sich wiederum in den Schriftsteller verguckt. Der ebenfalls schwer verliebte Pierre steckt in der Zwickmühle...







    Er war einst der große Blonde. Nun ist er der große Graue. Pierre Richard meldet sich erfolgreich zurück auf der Leinwand. Wer kennt nicht seine Filme in denen er den charmanten Trottel spielte welcher in ein Fettnäpfchen ins nächste trat. damit war er zwei Jahrzehnte sehr erfolgreich bis Richard zu alt bzw. nicht mehr zeitgemäß war. Nun im Alter von über 83 Jahren spielt Pierre. Ein Rentner, der in der Vergangenheit lebt und kritisch der modernen Welt gegenüber steht. An seiner Seite amüsiert Yaniss Lespert als hoffnungsloser Drehbuchautor und abgerundet wird das Trio mit Fanny Valette. Sie ist die hübsche Frau welche sich von den romantischen Allüren des Rentners und der charmanten Art des jungen Alex anspricht. Vom Plot könnte man jetzt einen typischen Klamauk erwarten. Aber weit gefehlt. Hier wird nichts durch den Kakao gezogen, sondern eine Situation geschaffen die nachvollziehbar ist. Und eher die liebe im Alter spielt eine Rolle bzw. das Alleinsein im Alter. Die Franzosen wissen es abermals wie man die Themen des Lebens frisch in eine Komödie verpackt.







    Cast:
  • Pierre Richard : Pierre
  • Yaniss Lespert : Alex
  • Fanny Valette : Flora
  • Stéphane Bissot : Sylvie
  • Stéphanie Crayencour : Juliette
  • Gustave Kervern : Bernard
  • Macha Méril : Marie
  • Pierre Kiwitt : David
  • loulou Tintin : Marcel
  • Philippe Chaine : le producteur






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    MONSIEUR PIERRE GEHT ONLINE

    Loving



    Länge: (2 Std. 04 Min.)
    Von Jeff Nichols
    Mit Joel Edgerton, Ruth Negga, Marton Csokas mehr
    Genres Drama, Romanze
    Produktionsländer USA, Großbritannien









    Und abermals geht es politisch zu auf der Leinwand. Das Thema schwarz und weiß ist leider aktueller denn je.







    Richard (Joel Edgerton) und Mildred (Ruth Negga) lernen sich in den 50er-Jahren in Virginia kennen und lieben. Doch die gesellschaftlichen Konventionen und sogar das Gesetz verbieten es den beiden, ihre Liebe öffentlich zur Schau zu stellen oder gar zu heiraten, denn Richard ist weiß und Mildred schwarz. Als sie sich entgegen aller Warnungen ins liberale Washington aufmachen, um dort zu heiraten und ihre Zusammengehörigkeit offiziell zu besiegeln, erwarten sie nach ihrer Rückkehr nach Hause nicht nur Hass und Feindseligkeit, sondern die Androhung von Strafe – ihre Heiratsurkunde ist in Virginia nichts wert, sollten sie sich weigern, sich zu trennen, droht ihnen das Gefängnis. Als Alternative scheint sich ihnen nur der Weggang aus ihrer Heimat zu bieten, das Verlassen von Freunden und Familie. Richard und Mildred weigern sich, diese Ungerechtigkeit zu akzeptieren, und ziehen vor Gericht.









    In den 80ern gab es solche Filme noch zu Hauf, da der Rassismus in den 50er und 60er Jahren noch nicht solange zurücklag. Burning Mississippi, Ruf der Freiheit oder sogar Lethal Weapon 2 beleuchteten den Keil zwischen schwarz und weiß. Lange Zeit schien das Thema in Vergessenheit geraten zu sein bzw. die Amerikaner hätten dazu gelernt. Doch in jüngster Zeit beweist die politische Lage das Gegenteil und auch auf der Leinwand ist das Thema aktueller denn je. Ob die Hidden Figures, Fences oder nun der Film Loving. Dieser sollte eigentlich bereits im Frühjahr laufen und wurde um einige Monate verschoben. Das Warten hat sich gelohnt, denn Loving ist mehr als nur ein sehenswertes Drama. Es ist eine Lebenseinstellung zwischen Richard Loving und Mildred Loving. Für Richard ist sein Alltag unter Farbigen ganz normal. Für ihn gibt es keine Unterschiede. Er ist kein Mann großer worte, aber findet einen Weg, um mit seiner Frau zusammenleben zu können. Ruth Negga ist eine Offenbarung und beweist viel Ausdruckskraft. Auch sie ist keine Frau, die einen in Grund und Boden reden muss. Ganz anders als die Hidden Figures. Regisseur Jeff Nichols verzichtet auf die üblichen Stilmittel. Pathos gibt es keinen und auf endlose Gerichtsszenen wird verzichtet. Stattdessen besticht Loving durch ruhige Szenen und Natürlichkeit. In Nebenrollen überzeugen Michael Shannon als Reporter vom Time Magazin und Marton Csokas als Sheriff. Joel Edgerton kannte man bisher nur aus Nebenrollen. Doch das dürfte sich jetzt ändern und für Ruth Negga gilt das ebenso. Ein sanftes Plädoyer in unruhigen Zeiten.







    Cast:
  • Joel Edgerton: Richard Loving
  • Ruth Negga: Mildred Loving
  • Michael Shannon: Grey Villet
  • Marton Csokas: Sheriff Brooks
  • Nick Kroll: Bernie Cohen
  • Bill Camp: Frank Beazley
  • Alano Miller: Raymond Green
  • Terri Abney: Garnet Jeter
  • Jon Bass: Phil Hirschkop
  • David Jensen: Richter Bazile








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    Loving

    Der wunderbare Garten der Bella Brown



    Länge (1 Std. 32 Min.)
    Von Simon Aboud
    Mit Jessica Brown Findlay, Andrew Scott, Jeremy Irvine mehr
    Genres Drama, Komödie
    Produktionsländer Großbritannien, USA









    Eine kleine zauberhafte Perle aus England, dass als kleines Pendant zur fabelhaften Amelie gesehen werden kann.







    Als Kind wurde Bella Brown (Jessica Brown Findlay) vor einem Waisenhaus ausgesetzt und auch sonst verlief das Leben der jungen Frau in alles andere als normalen Bahnen. Mittlerweile arbeitet Bella als Bibliothekarin, wo sie zwar regelmäßig Besuch von dem schüchtern und tollpatschigen Erfinder Billy (Jeremy Irvine) erhält, aber auch von ihrer kontrollversessenen Chefin Bramble (Anna Chancellor) tyrannisiert wird. Und auch Zuhause droht Ungemach: Ihr grantiger Nachbar Alfie Stephenson (Tom Wilkinson) hat sie bei ihrem Vermieter angeschwärzt, weil ihr Garten völlig verwildert ist. Diesen muss die junge Frau, der Natur und Gartenarbeit ein Graus ist, nun innerhalb eines Monats auf Vordermann bringen. Glücklicherweise ist Alfie Gärtner und hat unter seiner rauen Schale einen weichen Kern. Er ist bereit, Bella zu helfen, wenn sie dafür sorgt, dass sein Koch Vernon (Andrew Scott) wieder zu ihm zurückkehrt…







    Bella Brown ist eine wundervolle mit Fantasy angereicherte Tragikomödie mit einem fantastischem Tom Wilkinson, den man seit längerer Zeit nur noch in Nebenrollen zu sehen war und hier endlich mal wieder eine Hauptrolle spielt. Spötter werden sicherlich den Vergleich mit der fabelhaften Welt der Amelie anstellen und so ganz falsch liegen diese auch nicht. So manche Verspieltheit erinnert sehr an den französischen Klassiker. Gerade in den Szenen mit Jeremy Irvine ist die Ähnlichkeit zu erkennen. Theater- und Filmschauspieler Andrew Scott ist der vierte im Bunde, der herrlich neben Jessica Brown und Tom Wilkinson passt mit seiner launischen Art. Jessica Brown Findlay dürften Fernsehfans aus Downton Abbey kennen. Dies war der Einstieg für die Leinwand und sicherlich auch für diesen wunderbaren Film. Die Story mag simpel klingen, ist aber mit scharfen Dialogen, zauberhafter Musik und guten Darstellern ausgestattet. Für Landschaftsfreunde eine Augenweide und hinterher überlegt man tatsächlich, ob man nicht etwas grün anlegen sollte.









    Cast:
  • Jessica Brown Findlay as Bella Brown
  • Tom Wilkinson as Alfie Stephenson
  • Andrew Scott as Vernon
  • Jeremy Irvine as Billy
  • Anna Chancellor as Bramble
  • Sheila Hancock as Mother Superior
  • Eileen Davies as Milly
  • Sienna Pinnock as school child








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    DER WUNDERBARE GARTEN DER BELLA BROWN